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Baumrückschnitt: Baum zurückschneiden, einkürzen

Wenn ein Baum zu groß geworden ist, so muss dieser nicht unbedingt gefällt werden. Ein Baumrückschnitt kann in solch einem Fall durchaus eine Alternative sein. Allerdings muss der Baumrückschnitt professionell durchgeführt werden, da der Baum ansonsten Schaden nehmen kann, oder durch das Zurückschneiden noch stärker als zuvor austreibt. In keinem Fall sollte man den Baum einfach kappen, da dies genau die oben genannten Folgen haben kann. Bei einigen Bäumen muss nach dem Baumrückschnitt auch das Wurzelwachstum eingedämmt werden, um einem übermäßigen Holzwachstum vorzubeugen. Der Baumrückschnitt bei alten großen Bäumen erfordert sehr viel Erfahrung und sollte nur von Fachleuten durchgeführt werden.

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Zudem benötigt man für das Zurückschneiden eines Baumes eine spezielle Ausrüstung wie z.B. eine Hubarbeitsbühne, Kletterausrüstung und Kettensägen. Hinweis: In einigen Bundesländern ist der Baumrückschnitt genau wie die Baumfällung ab einer bestimmten Stammdicke genehmigungspflichtig. Bevor man also mit dem Einkürzen des Baumes beginnt, sollte man sich bei der zuständigen Behörde informieren. Der Baumrückschnitt bei Obstbäumen ist in der Regel genehmigungsfrei, da diese sowieso regelmäßig zurückgeschnitten werden. Obstbäume werden meistens nicht wegen ihrer Größe zurückgeschnitten, sondern um das Holzwachstum anzuregen. Bei alten Obstbäumen, die nur noch sehr wenige Triebe ausbilden, sollte die Baumkrone um ca. ein drittel zurückgeschnitten werden.  Beim Baumrückschnitt eines Obstbaumes ist es ratsam die Äste immer so nah wie möglich am Haupttrieb abschneiden, wobei der Schnitt von oben schräg nach unten ausgeführt wird. Beim Obstbaumschnitt ist darauf zu achten, dass der Schnitt ohne Ausfaserungen und mit glatter Schnittfläche durchgeführt wird, da rauhe Schnittstellen schlechter verheilen. Größere Schnittwunden sollten mit Wundverschlussmittel behandelt werden, um diese vor Krankheitserregern zu schützen. Kranke Äste werden in jedem Fall entfernt. Schwere dicke Äste sollte man Stück für Stück in mehreren Arbeitsgängen schneiden, damit Absplitterungen und Astabbrüche vermieden werden. Der Baumrückschnitt bei jungen Obstbäumen sieht hingegen etwas anders aus. Im ersten Jahr werden die Blüten des Obstbaumes entfernt, da diese dem Baum sehr viel Kraft kosten. Diese Maßnahme regt das Holzwachstum und die Wurzelbildung an. Dieser Baumschnitt sollte im Frühjahr ausgeführt werden. Im zweiten Jahr nach der Pflanzung erfolgt der Erziehungsschnitt, damit sich die Baumkrone richtig ausbilden kann. Bei diesem Baumrückschnitt werden alle nach Innen wachsenden Triebe entfernt. Die Steitentriebe werden um ca. 20-30% zurückgeschnitten. Der Mitteltrieb wird noch etwas weiter zurückgeschnitten als die Seitentriebe. Sollte ein zweiter Mitteltrieb vorhanden sein, so wird dieser wie alle anderen senkrechten Triebe auch, entfernt. Im Herbst kann man den sogenannten Verjüngungsschnitt durchführen, bei dem kranke Äste und aneinander scheuernde Zweige geschnitten werden. Der Verjüngungsschnitt  kann bis zum Januar ausgeführt werden, wobei darauf zu achten ist dass der Baumrückschnitt nur an frostfreien Tagen erfolgen darf.

Baumrückschnitt, Baumfällung

 


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